Sonntag, 19. April 2015

Mit Knete kreativ werden

Ich dachte immer mein kleiner Mister M. wird nie ein kreativer Künstler, da er noch nie sonderliches Interesse für das Malen und Farbenspiel hatte.
Aber ich habe mich wohl mächtig in ihn getäuscht!
Dieses kleine Kunstwerk hat er an die Wand des Spielzimmers entworfen, während ich das Bad fertig gemacht hatte.

Montag, 30. März 2015

Ein Segen oder eine Zahnbürste für Faule

Seit Samstag hat Fräulein Y. eine elektrische Zahnbürste. Wir haben sie ihr spontan bei dm gekauft. Es ist eine Braun Oral B mit Prinzessinnen und hatte uns auch nur schlappe 9,95€ gekostet.
Batterien waren auch schon dabei, so dass sie am selben Abend loslegen konnte.
Eigentlich war ich der Meinung, dass unsere Kinder erstmal das Zähne putzen lernen sollten, bevor sie eine elektrische Zahnbürste bekommen, die sie sich einfach nur in den Mund halten brauchen. Schließlich ist es wichtig zu wissen, wie man sich richtig die Zähne putzt, welche Bewegungen man machen muss und mit Fleiß ein gutes Ergebnis erzielen kann.
Aber das Zähne putzen war immer ein Krampf und ich musste die Kinder immer und immer wieder ermahnen, sich richtig die Zähne zu putzen.
Es macht auch keinen Spaß, wegen so einer Kleinigkeit laut zu werden oder dem Kind hinterher zu rennen.
Da Fräulein Y. auch bereits ein gutes Alter für eine elektrische Zahnbürste hat, sprach nichts dagegen es damit zu versuchen.
Und ich bin erstaunt, mit wieviel Freude und Begeisterung sie jetzt zum Zähne putzen geht. Sie tut sich sogar nochmal etwas Zahncreme drauf, um länger Zähne putzen zu können.
Das weckt natürlich auch immer mehr die Neugier von Mister M. und trotz einer gewissen Scheu möchte er sich auch mal die Geräusche machende Zahnbürste in den Mund stecken. Wir sind von der Lautstärke und dem Vibrationston angenehm überrascht. Die Zahnbürste ist angenehm leise und klingt nicht penetrant. Zum Vergleich konnten wir bei dm einige Kinder- und Erwachsenen-Zahnbürsten anschalten und es gab unangenehm laute, welche teilweise auch recht teuer waren, und ganz leise, die man kaum hörte. Diese Zahnbürste für Kinder lag im guten Mittelbereich. Es gab eine andere Kinder-Zahnbürste, die wesentlich lauter und teurer war.
Unser Mädchen ist jedenfalls sehr glücklich mit der neuen Investition und putzt sich derzeit freiwillig alle Zähnchen, und Lippen und Zunge und was man noch alles damit putzen kann ;D.
Jedenfalls überlegt mein Mann, ob wir Mister M. auch als nächstes eine elektrische Zahnbürste kaufen, damit er genau so viel Spaß am Zähne putzen findet wie seine große Schwester. Es würde seinen Zähnen auch zu gute kommen, da sie schon sehr stark von Karies befallen sind und unsere Zahnärztin mit Narkose droht, wenn die Zähne noch schlimmer werden.
Wenn er mit einer elektrischen Zahnbürste, auch wenn diese noch nicht für sein Alter geeignet ist, seine Zähne gut putzen lässt, müsste man ihm nicht seine befallenen Zähne unter Narkose entfernen. Nicht nur dass ich Bedenken wegen der Narkose habe, einen Milchzahn zu ziehen, obwohl dieser noch nicht wackelt ist für mich auch eine weitere Katastrophe. Ihm würden dann vorne mindestens 4 Zähne fehlen.

Dienstag, 3. März 2015

Die neue Liebe: ein Schnuller

Meine Kinder waren eigentlich fanatische Busenkinder, und ich habe sie bewusst nicht zu Schnullerkinder erzogen, da ich die synthetischen Sauger nicht wirklich hygienisch finde. Doch der Schnuller landet früher oder später in alle Münder.
Bei Fräulein Y. war es damals ein linderndes Hilfsmittel als sie die Hand-Mund-Fuß Krankheit bekam. Ansonsten war der Schnuller nur ein Gelegenheitsspielzeug für Rollenspiele und nicht weiter von Interesse.
Mister M. hat seit 2 Tagen aus heiterem Himmel den Schnuller für sich entdeckt und würde am Liebsten den ganzen Tag damit rumlaufen.
Eigentlich fing es mit einem beiläufigen Kommentar meiner Schwiegermutter an.
Wir waren am Sonntag zum Grünkohl essen eingeladen und fingen recht spät mit dem Abendessen an. Als wir gegen 20 Uhr los wollten, wollte Mister M. aber noch weiter Ball spielen und weigerte sich vehement die Jacke anzuziehen. Wir vermuteten, dass er auch schon ziemlich müde war. Es war ein wildes Toben und Schreien, da er nicht seinen Willen bekam und wollte Vorschläge von uns nicht hören bzw. akzeptieren.
Also nahm meine Schwiegermutter ihn kurz beiseite, da er der Meinung war, wenn er schon nicht spielen kann, dann will ich an Mamas Brust. Sie sagte zu ihm, dass er schon groß sei und nicht immer an die Brust kann/braucht und meinte, da könne er doch besser einen Schnuller nehmen.
Plötzlich wurde Mister M. ganz ruhig, schaute seine Oma erwartungsvoll an und sagte:"Schnuer! Schnuer!"
Er bestand nun auf einen Schnuller und wollte mit der Oma oben auf die Suche gehen und ließ sich nicht beschwichtigen.
Somit fing ein neues Drama von vorne an!
Glücklicherweise fand sie in der Küchenschublade doch noch einen kleinen rosanen Schnuller und der kleine Mann strahlte wie ein Honigkuchen über beide Ohren und wurde ganz brav.


Noch zu Hause war er über seine neue Errungenschaften hellauf begeistert und vergass ganz seine Müdigkeit.
Am nächsten Tag musste der Schnuller mit in den Kindergarten und er sorgte sowohl bei den Erzieherinnen als auch bei den Kindern für Verwunderung. Die Kinder schauten ihn ganz irritiert an, da sie ihn gar nicht mit Schnuller kannten, und schon gar nicht mit einem pinken! Aber er trug ihn voller Stolz in seinem Mund und man erzählte mir später, dass er ihn ungerne beiseite gelegt hatte. Aber da alle Kinder während der Krippenzeit ihre Schnullis abgeben müssen, hatte er letztendlich doch nachgegeben. Auf dem Heimweg musste er aber wieder rein.
Heute hatte ich seinen Schnuller in der Krippe vergessen und kurz vor dem Schlafen gehen hatte er ihn vermisst.
Das Geschrei war wieder groß und er wollte unbedingt einen Schnuller haben.

Ich hoffe, nach ein paar Tagen hat sich der Schnuller wieder ausgelutscht und er verliert das Interesse daran. Dann brauche ich nicht mit dutzend Ersatzschnullis in der Tasche rumzulaufen ;).

Freitag, 13. Februar 2015

14,3kg

Bei uns hat momentan die Krankheitswelle überhand geschlagen. Es geht von Schnupfen und Husten, über Grippe, bis hin zu Magen-Darm Infekt.
Ich bin froh, dass ich wenigstens relativ stabil bleibe und nur Halsschmerzen habe. Aber der Rest der Familie plagt sich schon seit einigen Wochen, als ob sie sich gegenseitig anstecken.
Ganz schlimm hat es momentan meinen Mann getroffen, der neben seiner Hausarbeit nur noch auf dem Sofa liegen kann, den Abfalleimer vollschnieft und gestern auch noch wegen Verdacht auf Nasennebenhöhlenentzündung zum Arzt radeln musste.
Mister M. wurde nicht weniger verschont. In seiner Krankheitsphase hat er in 6 Tagen 2,5kg abgenommen. Für seine Größe ist das schon beachtlich. Nun wiegt er nur noch 14,3kg. Sein Bauch ist viel flacher und hat nicht mehr diese wohlgenährte kugelige Form und seine Beine sind nicht mehr so speckig.
Letzte Woche Mittwoch fing es bei Ihm mit hohem Fieber an, dann war er nur noch schlapp und wollte nicht von Mama's Seite weichen. Er schlief auch ganz viel und hatte keinen Appetit! Zum Glück nahm er viel Flüssigkeit und auch ein paar Nährstoffe über die Muttermilch zu sich. Ansonsten hätte ich mir noch mehr Sorgen um ihn gemacht. Seine Augen sagen total fertig aus und man sah ihm an, dass er total schlapp war.
Fräulein Y. bekam am Donnerstag auch noch Bauchschmerzen, die aber zum Glück nicht lange anhielten. So konnte sie am Freitag wieder in den Kindergarten und ich konnte mich ganz auf den kleinen Mann konzentrieren.
Mein Geburtstag am Samstag ist für mich leider auch ins Wasser gefallen, da Mister M. plötzlich nach seinem Mittagsschlaf nur noch an meiner Brust hing und mich nicht mal aufstehen ließ.
So hatte ich mir meinen Geburtstag nicht vorgestellt, aber mit Kindern muss man wohl auf ALLES vorbereitet sein. Auch darauf, dass man auf dem Sofa gefesselt sitzt und nichts vom Kuchen abbekommt..
Sein Zustand besserte sich leider die Tage nicht, so dass ich ihn am Montag nochmal zum Arzt brachte. Da er aber kein Fieber mehr hatte, konnte der Arzt nicht mehr viel gegen seinen Infekt tun.
Er dürfe noch 2 Tage zum Ausruhen zu Hause bleiben, aber da keine weiteren Symptome dagegen sprechen, kann er wieder in die Krippe.
Bei solchen Momenten denke ich immer an meine eigene Kindheit zurück, wo es selbstverständlich war, dass ich als krankes Kind zu Hause bei der Mutter blieb und es keine Diskussionen darüber gab, wann ich wieder fit war und wer auf mich aufpassen sollte.
Meine Mama war Hausfrau und war somit jeden Tag zu Hause und konnte mich in Ruhe gesund pflegen, ohne die Zeit im Nacken zu haben oder sich über finanzielle Schwierigkeiten sorgen machen zu müssen. Als Kind wurde ich auch nicht diesem Stress vorgesetzt, die meine Kinder momentan haben, da ich ja neben dem Mutter-sein auch noch andere Verpflichtungen habe.
Ich weiß nicht, ob es ein Wandel der Gesellschaft ist und Geld heutzutage eine wesentlich größere Rolle im Leben spielt oder aber ich damals einfach nur den Luxus hatte, eine Hausfrau als Mutter zu haben.
Ich würde meinen Kindern gerne auch diese Möglichkeit bieten, aber unsere finanzielle Lage lässt es nicht zu. Zudem gehe ich auch gerne arbeiten und würde sicherlich als Hausfrau zu Hause versauern. Aber Arbeiten gehen zu können und noch die Flexibilität haben, sein Kind jederzeit zu Hause lassen zu können ist ein unmögliches Zusammenspiel.

Jetzt werde ich doch melancholisch, obwohl ich nur die massive Gewichtsabnahme von Mister M. festhalten wollte. Mein Sohn ist kein kleiner Specki mehr!! ;))

Montag, 26. Januar 2015

Der schiefe Turm von M.

Wir dachten immer Mister M. ist ein kleiner Grobmotoriker, aber er scheint auch andere Seiten zu haben. Bisher konnte man ihn selten für feinfühlige Dinge begeistern, und wenn, dann nicht für lange. Schon wurde alles hingeschrieben und er suchte sich das nächst beste Auto zum Spielen oder die Lieblings CD, die er in den CD Player legen konnte.
Aber vor 2 Tagen hat er das Klötzchen stapeln für sich entdeckt. Wir hatten vom Kniffeln noch die Würfel im Wohnzimmer liegen. Anfangs hatte er selbst eine weile damit gewürfelt, bis er auf die Idee kam diese hoch zu stapeln. Jedes Mal wenn sie umfielen rief er laut "Oh nein" und ließ sich rückwärts aufs Sofa fallen. Stand wieder auf und probierte es nochmal.
Dabei war sein Blick immer hochkonzentriert auf die Würfel gerichtet und er ließ sich nicht von den Nebengeräuschen ablenken. Die kleinen Fingerchen platzierten dabei die kleinen Würfel haargenau aufeinander. Meistens schaffte er 4-5 Würfel zu türmen, aber da auf dem Tisch 7 Würfel waren, war sein Ehrgeiz gepackt und er übte so lange, bis er alle 7 Würfel während eines unaufmerksamen Momentes unsererseits aufgetürmt hatte.
Mister M. war stolz wie Oskar und rief nur "Juchu".
Mein Mann und ich waren total baff und sehr beeindruckt von seiner Leistung.
Er schaffte es kurz darauf ein weiteres Mal, alle Würfel zu stapeln, aber jedes Mal, wenn ich es filmen wollte, fielen die Würfel vorzeitig um.
Ich meine mich zu erinnern, dass Fräulein Y. bei ihrer U7 oder U7a mit 3 Jahren Würfel stapeln musste und die Ärztin meinte, dass die meisten Kinder in dem Alter max. 5-6 Würfel schaffen.
Da scheint unser Sohn doch eine filigrane Ader zu besitzen, die wir nur noch etwas fördern müssen :).
Da denkt man, man würde seinen Sohn kennen und dann überrascht er einen immer wieder!

Montag, 19. Januar 2015

Schoko-Tassenkuchen

Heute habe ich meinen ersten Tassenkuchen in der Mikrowelle gemacht.
Ich wollte ihn schon seit Silvester backen, aber es hatte zeitlich nicht gepasst. Seitdem habe ich ihn die ganze Zeit auf dem Schirm. Der Kuchen ist für die kurze Zeit erstaunlich gut geworden, aber er ist etwas trocken und zäh geworden. Also verbessungsbedürftig!
Ich denke, wenn man ihn mit Früchten oder Schokodrops füllt, wäre er perfekt!


Als Zutaten habe ich folgende verwendet :
2 EL Mehl
1 EL Zucker
1/8 EL Backpulver
1/2 Pck Vanillinzucker
3 EL Sojamilch
1/2 EL Öl
1 Spritzer Zitronensaft

Alles zusammen mischen und für 2 min. bei 700 Watt in die Mikrowelle.
Vorsicht beim raus nehmen, da die Tasse sehr heiß ist.

Ein kleines Schneemann-Wunder

Gestern morgen hatte es tatsächlich doch noch hier gescheit! Ich mochte gar nicht mehr glauben, dass ich mit den Kindern diesen Winter Schnee erleben durfte, aber es war ein kleines Sonntagswunder. :)
Fräulein Y. hatte den Schnee als erste entdeckt und beim Jalousie hochmachen ganz laut durch die Wohnung den Schneefall angekündigt.
Da ich noch leicht benebelt von der Müdigkeit war, dachte ich, sie hätte sich einen Scherz erlaubt.
Aber es schneite richtig weihnachtlich kleine, winzige Schneeflöckchen.
Die Kinder waren hellauf begeistert und hüpften vor dem Fenster mit den Schneeflöckchen um die Wette. Wir zogen uns schnell an (sofern man sich mit Kindern überhaupt schnell fertig machen kann) und liefen nach draußen.
Begeisternd riefen die Kinder wild durcheinander "Schnee" und "Schneemann". Doch die Begeisterung von Mister M. hörte abrupt auf, als er die dicken Schneemassen an seiner Schuhspitze bemerkte, die einfach nicht loslassen wollten. Das Stampfen führte nur dazu, dass die Schneeschicht noch größer wurde, also war seine letzte Rettung, bei mir auf den Arm zu krabbeln.
Mit Kind auf dem Arm haben Fräulein Y. und ich es doch noch geschafft einen kleinen Schneemann zu bauen. Der Rasen war extrem matschig unter der schönen weißen Schneedecke, dadurch bekam der Schneemann leider auch so manche Matschflecken. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich wasserdichte Stiefel angezogen.
Als der Schneemann dann endlich stand, haben die Kinder sich riesig über den kleinen Mann gefreut.
Der Highlight war die Rübennase, die immer wieder rausgezogen und neu positioniert werden musste.


Ich bin froh, dass wir trotz der Kälte und der nassen Füße den Schneemann gebaut hatten, denn einige Stunden später war der Schnee weggeschmolzen und wir hätten nichts bauen können.
Nun kann auch endlich der Frühling kommen :)